Der Bundesfinanzhof (BFH) hat gleich mit zwei neuen Urteilen (BFH, Az. VI R 53/12 und BFH, Az. VI 86/13) seine Auffassung zur Absetzbarkeit eines Arbeitszimmers zugunsten der Steuerzahler revidiert. Ehepaare oder eingetragene Lebenspartner können sich freuen, wenn sie sich ein gemeinsames Homeoffice teilen, denn jetzt können beide jeweils 1.250 Euro als Werbungskosten absetzen. Bisher hing die Höhe der abziehbaren Kosten objektbezogen vom genutzten Raum ab und nicht von der Anzahl der Personen, die den Raum nutzen. Mehrere Steuerpflichtige, die ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam nutzen, können jetzt jeweils den Höchstbetrag von 1.250 Euro abziehen. Das klagende Lehrerpaar nutzte ein gemeinsames Arbeitszimmer in ihrem ihnen jeweils zur Hälfte gehörenden Einfamilienhaus. Das Finanzamt berücksichtigte die Kosten für das häusliche Arbeitszimmer in Höhe von 1.250 Euro und verteilte diesen Betrag auf beide Partner. Die dagegen gerichtete Klage scheiterte in erster Instanz, aber die obersten Finanzrichter entschieden, dass der auf 1.250 Euro begrenzte Abzug jedem Steuerpflichtigen zu gewähren ist. Voraussetzung: Für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit steht kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung, oder der Raum bildet den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Betätigung. Das Arbeitszimmer bringt steuerlich keinen Vorteil, wenn es zu zehn Prozent oder mehr privat genutzt wird. Außerdem muss das Arbeitszimmer von anderen Räumen abgetrennt und wie ein Büro eingerichtet sein. Ein Durchgangszimmer oder eine Arbeitsecke im Wohnzimmer erkennt das Finanzamt nicht an (BFH, Az. GrS 1/14 und Az. X R 32/11).

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