In der Bundesrepublik Deutschland leben derzeit etwas mehr als 82 Millionen Menschen in rund 41 Millionen Privathaushalten. Denen standen Ende 2016 knapp 42 Millionen Wohnungen zur Verfügung. Der Wohnungsbestand erhöhte sich im Vergleich zum Jahr 2000 um 7,5 Prozent beziehungsweise 2,9 Millionen Wohnungen, das waren 35 Wohnungen je 1.000 Einwohner mehr, meldet das Statistische Bundesamt. Die Zahlen klingen gut, besonders, wenn man bedenkt, dass sich auch die Wohnfläche gegenüber dem Jahr 2000 um 17,2 Prozent vergrößerte. Wohnungen hatten Ende 2016 durchschnittlich 92,2 Quadratmeter, umgerechnet auf jeden Einwohner 46,3 Quadratmeter. Die Wohnfläche je Wohnung hat sich seit dem Jahr 2000 um 7,7 Quadratmeter und die Wohnfläche je Einwohner um 6,8 Quadratmeter erhöht. Leider sagt die Statistik nichts darüber aus, wo die Wohnungen liegen und wie sich die Größenverteilung gestaltet. Entscheidend für die Entwicklung der angespannten Wohnungsmärkte in den Großstädten ist die Tatsache, dass immer mehr Single-Haushalte entstehen und viele junge Menschen wegen der Arbeitsplätze in die Ballungsgebiete ziehen. Denen nützt ein großes Haus auf dem Land gar nichts. Mieterbund und Wohnungswirtschaft nennen denn auch ganz andere Zahlen: Aktuell fehlen in Deutschland rund eine Million Wohnungen – vor allem in Großstädten, Ballungszentren und Universitätsstädten, mittlerweile aber auch in insgesamt 138 Städten und Kreisen.

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