Das Baugewerbe ist gut ausgelastet. Für private Auftraggeber wird es zunehmend schwer, einen Bauhandwerker für kleinere Aufträge zu bekommen. Diese Erfahrungen spiegeln sich in den Zahlen wider: Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im November 2017 um neun Prozent höher als im Vormonat. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich stieg das Volumen der Auftragseingänge von September bis November 2017 gegenüber dem Zeitraum von Juni bis August 2017 aber nur um zwei Prozent.

Fachleute rechnen weiterhin mit guten Zahlen für das laufende Jahr. Doch am Horizont zeigen sich bereits erste Wolken. Denn die Baugenehmigungszahlen sind weiter im Sinkflug. Von Januar bis November 2017 wurden in Deutschland 7,8 Prozent oder 26.400 weniger Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt als in den ersten elf Monaten 2016. Auch im Dreimonatsvergleich hat die Zahl der genehmigten Wohnungen von Juli bis September 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum abgenommen – und zwar um 11,6 Prozent.

Die Baugenehmigungszahlen sind gewissermaßen die Vorboten für die Auftrags- und Fertigstellungszahlen. Wenn weniger genehmigt wird, wird auch weniger gebaut, ganz davon abgesehen, dass längst nicht aus jeder Baugenehmigung auch ein fertiges Gebäude wird.

Insider machen sich Gedanken darüber, woran es liegt, dass die Baugenehmigungszahlen seit Monaten sinken. Einige sehen in der Verschärfung der Mietpreisbremse und rechtlichen Maßnahmen ein Hemmnis. Andere bemängeln den Vorschriftendschungel und das zu geringe Baulandangebot in den Städten.

Aber alle sind sich einig, dass noch viel mehr gebaut werden muss, um der Wohnraumknappheit in den Städten beizukommen und Preissteigerungen zu begrenzen. Die Politik müsse für bessere Rahmenbedingungen sorgen und stärkere Investitionsanreize für den Neubau schaffen.

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